Betreutes Wohnen zu Hause
Immer mehr Familien und allein stehende Angehörige entscheiden sich dafür, ihre Angehörigen nicht der Altenpflege in einem Altersheim mit überarbeitetem, teilweise schlecht ausgebildetem Personal zu überantworten, sondern sie in einer Einrichtung für betreutes Wohnen anzumelden. Oftmals ist diese Möglichkeit in der Tat die bessere Alternative, sowohl für die betroffenen Senioren als auch für die Angehörigen, wie ein Vergleich der beiden Wohnformen zeigt, siehe: 24 Stunden Seniorenbetreuung.
In einer Einrichtung, die betreutes Wohnen anbietet, wohnen die alten Menschen weiterhin in einer eigenen Wohnung und haben dabei die Möglichkeit, je nach Bedarf verschiedene Hilfeleistungen und soziale Angebote in Anspruch zu nehmen. Ihre Wohnräume können die Bewohner dabei, anders als in einem Altersheim, individuell einrichten und gestalten. Dies ist für viele Senioren besonders wichtig, die einen Umzug in einer so späten Lebensphase, häufig, nachdem sie jahrzehntelang in einer bestimmten Wohnung oder einem eigenen Haus gewohnt haben, nur schwer verkraften und unter erheblichem Stress leiden. Die Möglichkeit, ihre eigenen Möbel und Einrichtungsgegenstände bei diesem Umzug mitnehmen zu können und in der Zukunft zumindest nicht auf ihre gewohntes persönliches Umfeld zu Hause verzichten zu müssen, stellt für viele alte Menschen eine enorme Entlastung dar. Außerdem erleichtert es die Eingewöhnung in den ersten Tagen und Wochen und vermittelt gleich das Gefühl, "zu Hause" zu sein.
Die Wohnungen, die beim betreuten Wohnen angeboten werden, sind stets barrierefrei. Für die Bewohner werden verschiedene Grundleistungen angeboten, zum Beispiel im Bereich allgemeine Betreuung und Sicherheit. Dabei handelt es sich grundsätzlich um so genannte Niedrigschwelliege Unterstützungsleistungen- im Gegensatz zu einem Altersheim wird hier die grundsätzliche Selbständigkeit der Senioren betont. Betreutes Wohnen ist daher ideal für alte Menschen, die nur einen geringen bis mittleren Hilfe- und Pflegebedarf haben und nicht auf die Rund-um-die-Uhr-Betreuung in einem Altersheim angewiesen sind. Ihnen gewährt diese Wohnform weitgehende Autonomie, Entscheidungsfreiheit und nicht zuletzt Würde. Sie bestimmen ihren Tagesablauf, ihre Aktivitäten und die Häufigkeit des Kontakts zu anderen Bewohnern der Anlage selbst und können jederzeit Besuch empfangen. Es werden grundsätzlich nur solche Hilfsangebote wahrgenommen, die den eigenen Bedürfnissen entsprechen. Im Grunde hat ein Bewohner einer Betreutes- Wohnen- Anlage also die Möglichkeit, sein normales, unabhängiges Leben wie gewohnt weiterzuleben, genießt aber gleichzeitig die Sicherheit, dass für den Notfall jederzeit ausgebildetes Personal bereitsteht und ihnen auf Wunsch bestimmte Arbeiten abgenommen werden. Besonders gerne wird hierbei ein ambulanter Pflegedienst in Anspruch genommen, der nicht den ganzen Tag vor Ort ist, sondern nur zu bestimmten Zeiten vorbeikommt.